Erfolgreiche Deutschland-Premiere für 3,80 m-Fräsaggregat von Wirtgen

Mitte April fand im Herzen Berlins eine Premiere der besonderen Art statt: Zum ersten Mal war eine W 2200 von Wirtgen mit einem 3,80 m breiten FCS-Fräsaggregat in Deutschland im Einsatz.

Auf der „Straße des 17. Juni“ in Berlin – dort, wo während der Fußball-WM hunderttausende Fans feierten, über 1 Million Menschen bei der Love Parade tanzten und beim Berlin-Marathon Spitzensportler regelmäßig Höchstleistungen erzielen, zeigte auch die leistungsstärkste Kaltfräse von Wirtgen Top-Performance.

Um die Qualität der Fahrbahndecke langfristig zu sichern, musste nicht nur die 5 cm dicke Asphalt-Deckschicht, sondern auch ein Teil der darunter liegenden Betontragschicht abgefräst werden.

Um die Qualität der Fahrbahndecke langfristig zu sichern, musste nicht nur die 5 cm dicke Asphalt-Deckschicht, sondern auch ein Teil der darunter liegenden Betontragschicht abgefräst werden.

Die „Straße des 17. Juni“ zählt zu den „Hauptschlagadern“ Berlins. Hier fahren bis zu 50.000 Fahrzeuge täglich – da bleiben Fahrbahnschäden nicht aus. Viele Risse und Verdrückungen sowie unzählige Flickstellen auf dem knapp 1.000 m langen, 8-spurig ausgebauten Abschnitt im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sprachen eine klare Sprache: Um die Qualität der Fahrbahndecke langfristig zu sichern, musste nicht nur die 5 cm dicke Asphalt-Deckschicht, sondern auch ein Teil der darunter liegenden Betontragschicht abgefräst werden. Der Termindruck war erheblich, denn diese hoch frequentierte Ost-West-Achse sollte möglichst bald wieder auf der gesamten Breite genutzt werden. Darum entschied sich der Auftragnehmer, die „Arge Straßenbau 17. Juni“ unter der technischen Federführung der Firma Trapp Infra Berlin GmbH, gemeinsam mit ihrem niederländischen Partner Freesmij für den Einsatz einer Wirtgen-Großfräse vom Typ W 2200 mit einer 3,80 m breiten Fräswalze.

Die niederländische Firma Freesmij besitzt knapp 100 Wirtgen-Kaltfräsen, darunter auch vier Maschinen des Typs W 2200.

Die niederländische Firma Freesmij besitzt knapp 100 Wirtgen-Kaltfräsen, darunter auch vier Maschinen des Typs W 2200.

FCS: Flexibilität in der Fräsbreite auch im XXL-Format

Bei der in Berlin verwendeten Maschine handelt es sich um eine serienmäßige W 2200 mit Flexible Cutter System, kurz FCS. Mit diesem System von Wirtgen lässt sich binnen kürzester Zeit die Fräswalze tauschen, um die Fräsbreite oder den Linienabstand zu variieren. Vor allem aus den USA kamen viele Anfragen nach Maschinen mit Fräsbreiten jenseits der 2,20 m. Mit dem FCS in der „XXL-Ausführung“ für die Großfräse W 2200 deckte Wirtgen diesen Bedarf. Dank der modularen Bauweise können mit dem FCS-Baukasten Fräsbreiten von 2,20 m bis 4,40 m realisiert werden. Mittlerweile arbeiten in Nordamerika über 50 Kaltfräsen vom Typ W 2200 mit Fräsbreiten über 3,80 m.

Die Motorleistung der W 2200 von Wirtgen bietet mit 671 kW (913 PS) auch beim Einsatz des 3,80 m breiten FCS-Aggregats genügend Reserven, um Beläge bis zu 35 cm Tiefe oder harte Betonbeläge mit großem Vorschub abzufräsen.

Die Motorleistung der W 2200 von Wirtgen bietet mit 671 kW (913 PS) auch beim Einsatz des 3,80 m breiten FCS-Aggregats genügend Reserven, um Beläge bis zu 35 cm Tiefe oder harte Betonbeläge mit großem Vorschub abzufräsen.

Aber auch in Europa steigt die Anzahl der Baustellen, auf denen diese Giganten wirtschaftlich eingesetzt werden können. Freesmij hat damit bereits beste Erfahrungen gemacht. Die Dienstleister setzen ihre vier Hochleistungsfräsen vom Typ W 2200 ständig ein – mal mit dem 2,20 m breiten Standardaggregat und mal in der FCS-Variante mit dem 3,80 m breiten Aggregat. Geschäftsführer Henk Vreeswijk erklärt den Vorteil: „Mit den „XXL-Aggregaten“ in der W 2200 wickeln wir Großbaustellen wie hier in Berlin mit sehr geringem Personalaufwand in kurzer Zeit ab. Vor allem beim Abfräsen von Deckschichten werden enorme Fräsleistungen erzielt, die mit der Standardfräsbreite von 2,20 m nicht erreichbar sind.“ Die Fräsflächen weisen dank der hochwertigen Wirtgen-Nivelliersysteme, die speziell auf diese Fräsbreiten eingestellt sind, zudem höchste Ebenheit auf. Vreeswijk ergänzt: „Auch beim Transport macht das Großgerät keine Probleme. Mit der 3,80 m breiten Walze bleibt die Gesamtbreite der Maschine unterhalb von 4,35 m. Dadurch bekommen wir problemlos die erforderlichen Genehmigungen zum Transport der Maschine.“

Reduzierte Betriebskosten dank neuer R-Meißel

Mit dieser Hochleistungskaltfräse fräste das Team aus Holland die bituminöse Deckschicht der 14,50 m breiten Fahrbahn in nur vier parallel verlaufenden Übergängen komplett ab. Danach hatte die W 2200 mit ihrem 671 kW (913 PS) starken Motor eine äußerst harte Prüfung zu absolvieren: Sie musste die Betontragschicht 15 – 20 cm tief abtragen. Diese Arbeit erledigte die Maschine souverän in drei bzw. vier Überfahrten mit ca. 5 cm Frästiefe. Bei diesem Einsatz benutzte das Team von Freesmij erstmals die neuen Betek-Meißel vom Typ W 7 EH R. Die Meißel mit dem „R“ im Namen gehören zur neuen „Rotation“-Serie und sind optisch am typischen Betek-Design mit Einkerbungen am Stahlkörper des Meißels und der Verschleißscheibe erkennbar.

Die W 2200 von Wirtgen mit dem 3,80 m breiten FCS-Fräsaggregat bot auf der Straße des 17. Juni in Berlin eine großartige Performance.

Die W 2200 von Wirtgen mit dem 3,80 m breiten FCS-Fräsaggregat bot auf der Straße des 17. Juni in Berlin eine großartige Performance.

Die überarbeitete, 4 mm starke Verschleißscheibe aus hochvergütetem Federstahl führt durch einen größeren Führungskonus die Werkzeuge optimal im Halter und der kleinere Innendurchmesser und die damit enger vorgespannte Spannhülse erleichtern die Meißelmontage. Außerdem reduziert Betek durch die vergrößerte Auflagefläche von 45 mm den Verschleiß am Meißelhalter. Optimiert wurde auch die Spannhülse: Sie besteht aus einem neuen Werkstoff und weist eine um 5 % erhöhte Wandstärke auf – auch dies steigert die Verschleißfestigkeit. Außerdem überträgt die neue, patentierte Twin-Stop-Hülse deutlich höhere Haltekräfte und ist mit einer Beschichtung zur Erleichterung der Montage versehen.

XXL-Lebensdauer der Meißel überzeugte auch im Beton

Der Einsatz in Berlin machte deutlich: Das neue R-System bietet ein weiter verbessertes Drehverhalten der Meißel, weniger Verschleiß, eine noch einfachere Montage und Demontage und damit insgesamt reduzierte Betriebskosten. Mit einem Satz Meißel fräste die W 2200 ca. 600 m³ Asphalt und ca. 150 m³ Beton. Diese Angaben unterstreichen eindrucksvoll, dass die Meißel mit der neuen „Rotation“-Technologie selbst in hartem Beton eine deutlich längere Standzeit erreichen als herkömmliche Werkzeuge.

Die neuen Meißel der R-Serie von Betek erreichten durch ihr verbessertes Drehverhalten selbst im harten Beton deutlich längere Standzeiten als herkömmliche Werkzeuge.

Die neuen Meißel der R-Serie von Betek erreichten durch ihr verbessertes Drehverhalten selbst im harten Beton deutlich längere Standzeiten als herkömmliche Werkzeuge.

Staubabsaugung schützt Bediener

Die Maschine hatte noch eine weitere Besonderheit an Bord: die Staubabsaugung. Diese Vorrichtung ist seit einigen Jahren in den Niederlanden für alle Frontlader vorgeschrieben, denn sie reduziert die Staubbelastung der Bediener erheblich. Der Staub wird aus dem Fräsraum abgesaugt und im oberen Bereich des Abwurfbandes dem Prozess wieder zugeführt. Der Effekt ist deutlich erkennbar, denn die Arbeitsplätze des Maschinenfahrers sowie des Begleitpersonals am Boden sind nahezu staubfrei. Für diese Staubabsaugung, die Freesmij gemeinsam mit Wirtgen entwickelt hat, erhielten die Holländer den „Good Practice Award 2004“, einen Preis der „Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz“.

Medien Presse

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