Dual Engine Concept von Wirtgen senkt Kraftstoffverbrauch bei W 210 um über 25 Prozent

In Zeiten knapp werdender Ressourcen und sich verteuernder Rohstoffe ist es im Straßenbau eine zentrale Aufgabe, zukunftsfähige Maschinenkonzepte für Straßenfräsen zu entwickeln, die Ökonomie und Ökologie sinnvoll in Einklang bringen. Das innovative Dual Engine Concept der neuen Großfräse W 210 realisiert eine sehr wirtschaftliche Gesamtenergiebilanz zusammen mit einer günstigen Umweltbilanz. Die Vorteile in der Praxis sind der deutliche Einspareffekt beim Kraftstoff sowie die positive Auswirkung auf die Lärmemissionen der Maschine. Erreicht wird dies auch durch anwendungsoptimierte Drehzahlbereiche und von der Fahrgeschwindigkeit abhängige Motordrehzahlen bei Transportfahrten.

Motorleistung bedarfsoptimiert nutzen

Das Dual Engine Concept beruht auf folgender Erkenntnis: Je nach Art des zu fräsenden Materials und abhängig von der Frästiefe und -breite steht der Motor bei jeder Baustelle unter sehr wechselnden Leistungsanforderungen. Dabei wird der Kraftstoffverbrauch vor allem durch die Motorauslastung während des Fräsprozesses bestimmt. Durch den Einsatz von zwei Dieselmotoren wird die Antriebsleistung bei der W 210 sinnvoll aufgeteilt: Der erste Motor verfügt über 276 kW/375 PS und der zweite Motor über 224 kW/305 PS. So ist bei geringeren Anforderungen wie Transportfahrten oder Stillstandzeiten nur ein Motor eingeschaltet. Bei höheren Leistungsanforderungen wird der zweite Motor zugeschaltet und es findet eine digitale Synchronisierung der beiden Motoren statt. Da es zudem möglich ist, beide Dieselmotoren im Fräsbetrieb in der Eco-Drehzahl, d.h. 1.600 U/min, zu betreiben, ergibt sich dadurch auch trotz voller Belastung eine enorme Kraftstoffeinsparung. Das Ergebnis des neuen Antriebskonzeptes ist eine durchschnittliche Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs von mehr als 25% pro gefrästem Kubikmeter Asphalt im Jahresmittel.

Intelligente Lösung für deutliche Spareffekte: Die Gesamtantriebsleistung der W 210 von insgesamt 500 kW/680 PS verteilt sich auf 276 kW/375 PS für den ersten Motor und 224 kW/305 PS für den zweiten Motor.

Intelligente Lösung für deutliche Spareffekte: Die Gesamtantriebsleistung der W 210 von insgesamt 500 kW/680 PS verteilt sich auf 276 kW/375 PS für den ersten Motor und 224 kW/305 PS für den zweiten Motor.

Der Maschinenführer entscheidet über die einzusetzende Motorleistung

Ebenso wie der Maschinenführer alle Hauptfunktionen beim Betrieb der Kaltfräse selbst bedient und steuert wie z.B. die Wahl des Fräsgangs, so entscheidet er auch, wann der zweite Motor während des Fräsprozesses zum Einsatz kommt.

In der Praxis funktioniert das Zuschalten und Abschalten des zweiten Motors so: Möchte der Maschinenführer zu Baustellenbeginn die W 210 vom Tieflader zum Einsatzort fahren, so wählt er erst einmal nur einen Motor am Schlüsselschalter der Fräse vor, betätigt den Startknopf und fährt im Transportmodus mit nur einem Motor bei kraftstoffsparender, reduzierter Motordrehzahl zu seiner Fräsfläche. Denn der Schlüsselschalter der W 210 lässt sich auf zwei Positionen einstellen: Mit Position 1 wählt der Maschinenfahrer den Einmotorenbetrieb. Dreht der Maschinenfahrer den Schlüsselschalter weiter auf Position 2, so wählt er den Zweimotorenbetrieb vor. Sobald er nun den eigentlichen Fräsbetrieb startet, indem der Fräsmodus per Joystick oder Level Pro aktiviert wird, nimmt der zweite Motor seinen tatsächlichen Betrieb auf. Stellt der Maschinenführer dann aufgrund der Anforderungen der Baustelle fest, dass ein Motor ausreicht, dann stellt er den Schlüsselschalter auf Position 1 zurück: Nach einer Abkühlphase stellt sich der zweite Motor automatisch ab und die Fräsarbeiten werden im Einmotorenbetrieb fortgesetzt.

Darüber hinaus besitzt das Dual Engine Concept noch eine intelligente Automatik: Arbeitet der Maschinenfahrer im Zweimotorenbetrieb und kommt es nun zum Maschinenstillstand, weil eine Wartezeit durch einen Lkw-Wechsel entsteht, die Kaltfräse mit Wasser betankt wird oder die Fräse auf der Baustelle umgesetzt wird, so geht der zweite Motor der W 210 automatisch aus und die Kaltfräse läuft nur mit einem Motor weiter und verbraucht entsprechend weniger Kraftstoff. Werden die Fräsarbeiten fortgesetzt, so wird der zweite Motor automatisch wieder gestartet.

Richtig Kosten sparen

Bei einer Vielzahl von Fräsaufgaben lässt sich die W 210 mit einem Dieselmotor fahren, um ausschließlich die für den Einsatzfall benötigte Leistung abzurufen. Stehen einfache Ladeaufgaben an wie das Herausfräsen von Schotter, so reicht der Einmotorenbetrieb vollständig aus. Auch wenn am Baustellenende noch Reststreifen der abzufräsenden Bahnen zurückbleiben, genügt ein wirtschaftlicher Betrieb der Fräse mit einem Motor. Selbst das Herausfräsen von weichen oder sehr brüchigen Deckschichten, insbesondere bei sehr geringen Frästiefen von kleiner als drei Zentimetern, ist der ideale Einsatzfall für den Einmotorenbetrieb.

Bei vielen Betriebsarten der neuen Großfräse W 210 genügt ein Motor: Dazu zählen natürlich auch Transportfahrten, das Umsetzen der Fräse auf der Baustelle oder der Standby-Betrieb der Fräse bei Wartezeiten auf der Baustelle.

Bei vielen Betriebsarten der neuen Großfräse W 210 genügt ein Motor: Dazu zählen natürlich auch Transportfahrten, das Umsetzen der Fräse auf der Baustelle oder der Standby-Betrieb der Fräse bei Wartezeiten auf der Baustelle.

Medien Presse

Laden Sie den Pressetext als WORD-Datei und die Bilddaten in 300 dpi in den verfügbaren Sprachen als ZIP-Archiv herunter.

Ansprechpartner

WIRTGEN GmbH
Corporate Communications
Michaela Adams
Reinhard-Wirtgen-Str. 2
53578 Windhagen
Tel. +49 2645 131 128
http://www.wirtgen.de

Nachricht schreiben
DE EN