Neuer 4200 SM: Produktivität ist sein Markenzeichen

Cloudbreak ist eine gigantische Minenoperation der Fortescue Metals Group in der Region Pilbara. Das 40.000 km² große Abbaugebiet für Eisenerz liegt ca. 2,5 Flugstunden von Perth entfernt im Nordwesten des fünften Kontinents. Das ganze Projekt ist eine logistische Meisterleistung: Rund 8.000 Menschen arbeiten hier. Sie pendeln zu Hunderten während ihres Schichtwechsels mit einem Linienflugzeug der Skywest Airline in die Mine, so, wie andere Menschen jeden Morgen mit dem Bus zur Arbeit fahren. Ein Wohn- und Verwaltungscamp, ein riesiges Containerdorf rund eine halbe Stunde Fahrtzeit von der Mine, versorgt die Menschen mit allem, was man zum täglichen Leben benötigt. Neben Cloudbreak erschließt FMG gerade noch eine weitere Abbaustätte in ca. 40 km Entfernung: Christmas Creek.

43 hochproduktive Miner vom Typ 4200 SM und 2500 SM gewinnen Eisenerz in Australien. Diese Abbaustätte ist von Anfang an komplett auf die Surface Mining Technologie ausgelegt worden.

43 hochproduktive Miner vom Typ 4200 SM und 2500 SM gewinnen Eisenerz in Australien. Diese Abbaustätte ist von Anfang an komplett auf die Surface Mining Technologie ausgelegt worden.

Erfolgsrezept: Selektive Gewinnung

Zieht man seit Beginn der Abbauarbeiten im Mai 2008 Bilanz, so hat sich der Einsatz der Wirtgen Surface Miner als Hauptgewinnungsgeräte in diesem Projekt ausgezahlt. Die Struktur des Materials, die Härte des Gesteins sowie das gesamte Areal waren für eine wirtschaftliche Ausbeutung der Lagerstätte durch die selektive Gewinnungstechnologie der Wirtgen Geräte maßgeschneidert. Vergleichsstudien verschiedener Abbaumethoden für die flach liegende Struktur der Eisenerzlagerstätte haben FMG veranlasst, die Surface Mining Technologien zu favorisieren, statt auf konventionelle Abbaumethoden wie Bohren und Sprengen zu setzen. Die Wirtgen Miner sind seit 20 Jahren in Weichgestein wie Kohle und in Hartgestein wie Kalkstein oder Granit erprobt, Gestein, das zehn Mal härter ist als das durchschnittliche Eisenerz in Cloudbreak. Diese Vorteile der Surface Miner Technologie setzte FMG direkt vor Ort in eine kostengünstigere Gewinnung von gebrochenem Eisenerz um. Auch der jüngst eingetroffene 4200 SM stellte seinen Wert als Produktionsmaschine eindrucksvoll unter Beweis. Der Benchmark für den leistungsstärksten Giganten aus der Wirtgen Produkt sparte: 12.000 Tonnen Tagesleistung in einer Schicht. Die Herausforderungen: Unterschiedliche Gesteinshärten in den Pits und eine lückenlose Logistikkette mit entsprechender Ladekapazität bei den Dumpern, um das hohe Produktionsvolumen des Miner zu bewältigen. Anfang August traf der 4200 SM, ausgerüstet mit einem Schneidaggregat für Hartgestein, nach einem 26 Stunden dauernden Überlandtransport in Cloudbreak ein: Schon am frühen Morgen standen die Wirtgen Servicetechniker Rainer Salas und David Möhlmann parat. Mit ihrem Know-how sorgten sie in rund vier Wochen dafür, dass der Koloss aufgebaut, getestet und das Team von FMG mit der Bedienung vertraut wurde. Im September wurde der 4200 SM in den Leistungsbetrieb überführt, so dass sich alle auf die neue Maschine einstellen konnten: von den Maschinenbedienern, über die Logistikteams bis hin zu der Servicemannschaft für die Miner, die mit der permanenten Wartung der Abbauspezialisten beauftragt ist.

4200 SM: Leistung pur

Der 4200 SM brachte FMG einen regelrechten Quantensprung bei Leistung und Produktivität. Reichen für die 15 Miner vom Typ 2500 SM noch die Caterpillar Muldenkipper der Serie 777 mit 100 t Nutzlast, so hat FMG für den neuen Wirtgen Giganten Mining Trucks angeschafft, die fast die doppelte Ladekapazität bieten: 195 t Nutzlast stehen bei den Mining Trucks vom Typ 789 zur Verfügung. Einen dieser Trucks belädt der 4200 SM in nur vier bis sechs Minuten, je nach Materialhärte. Die neue Maschine avancierte auch unter der Bedienmannschaft zum Star: Die Maschinenbediener rissen sich darum, auf den 4200 SM zu kommen. Der neue Miner bietet dem Fahrer eine bessere Übersicht von der Kabine auf alle relevanten Arbeitsbereiche und alles in allem einen komfortableren Arbeitsplatz durch reduzierte Lärmpegel und Schutz vor Staub und Vibrationen in einem ergonomisch gestalteten Fahrstand.

Intelligente Materialdistribution

Mit dem „Automatic Positioning System“ hat FMG ein sehr intelligentes Instrument installiert, um die Verteilung des abgebauten Materials schnell und gezielt zu steuern. Geologen haben dafür ein Modell der Lagerstätte aufgestellt. Dieses errechnete Modell wurde in eine digitalisierte Landkarte umgewandelt, die drahtlos an die Surface Miner übermittelt wird. Auf einem Display im Fahrerstand jedes Surface Miners kann der Maschinenführer so die Position seines Gerätes in der Abbaustätte und die gerade geschnittene Materialqualität erkennen. Der Maschinenführer gibt die Information über das geschnittene Material und den Ort, an dem dieses Material abgelegt werden soll, per Funk an den Fahrer des Dumpers weiter. Das Eisenerz der verschiedenen Qualitäten wird am Ende von den unterschiedlichen Lagerorten entsprechend der gewünschten Zusammensetzung gemischt. So wird das Prinzip der selektiven Gewinnung des Eisenerzes durch die Wirtgen Miner auch 1:1 bei der anschließenden Materialdistribution umgesetzt, um dem hohen Qualitätsanspruch von FMG gerecht zu werden. Verbunden damit sind Einsparpotenziale bei Zeit und Kosten, da das abgebaute Material ohne weitere Zwischenschritte an der richtigen Ablade- oder Verarbeitungsstelle landet. Das Material wird übrigens je nach Feuchtigkeitsgehalt zunächst auf „Stockpiles“ zum Trocknen gelagert oder direkt in die Prozesskette der Weiterverarbeitung vor Ort geleitet. Das nicht verwertbare Material wird als Abraum auf Halden gebunkert oder als Trassierungsmaterial innerhalb der Mine genutzt.

Der Einsatzort: Cloudbreak, in der Region Pilbara, Australien

Ansprechpartner

WIRTGEN GROUP
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Tel. +49 2645 131 0
http://www.wirtgen-group.de

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