Feste Fahrbahn durch die Alpen.

Der Lötschberg-Basistunnel ist nach dem Seikan-Tunnel in Japan und dem Eurotunnel durch den Ärmelkanal derzeit der drittlängste Tunnel der Welt. Zwischen Frutigen im Berner Oberland und Raron am Lötschberg unterquert der 34,6 km lange Eisenbahntunnel nun die nördliche Alpenkette. Zusammen mit dem Simplontunnel bildet der Lötschberg-Basistunnel die erste schnelle Nord-Süd-Verbindung durch die Alpen und ist zugleich Teil der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale.

Auf der Stecke zwischen Mitholz und Frutigen wurde auf einem knapp 7 km langen einspurigen Abschnitt eine Feste Fahrbahn in der LVT-Bauweise eingebaut. Diese Bauweise wurde bei vielen anderen Bahntrassen in Europa und Asien realisiert; die Abkürzung steht für „Low Vibration Track“. Hierbei entfallen die einzelnen Schwellen, welche die Bahngleise miteinander verbinden. Stattdessen werden die Einzelblockschwellen auf elastischen Schwellenschuhen gelagert und dann mittels Vergussbeton fixiert.

Der Wirtgen Gleitschalungsfertiger SP 500 stellt den Betontrog ohne Bewehrung her und platzierte das 3,5 m breite monolithische Profil millimetergenau zwischen die Seitenbankette. Im Zweischichtbetrieb wurden dabei etwa 500 m³ Beton pro Tag auf 400 lfdm eingebaut.

Auf der Festen Fahrbahn können nun die schweren Güterzüge mit bis zu 160 km/h und Reisezüge mit bis zu 250 km/h problemlos durch den Lötschberg-Basistunnel rauschen. Weitere Vorteile für die Betreiber des Tunnels: höherer Fahrkomfort, längere Lebensdauer und ein minimierter Unterhaltungsaufwand.

Die Baustelle: Lötschberg-Basistunnel, Schweiz
Länge der Baumaßnahme: 7 km
Einbauleistung: 500 m³ Beton pro Tag, 8.000 m³ gesamt

Ansprechpartner

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