Nervenkitzel beim „Race of Champions“

Die weltbesten Piloten kämpften am 16. Dezember 2007 in London um den Meistertitel des Race of Champions. Maschinen der drei deutschen Marken waren maßgeblich am Erfolg des hochkarätigen Rennens beteiligt: Das spektakuläre Motorsport- Event fand diesmal in der Arena des Wembley-Stadions statt.

An den Start schickte der lokale Bauunternehmer FM Conway ein Dream Team aus Vögele Fertigern, Hamm Walzen und Wirtgen Fräsen. Conway, Kunde der Niederlassung Wirtgen Limited, hatte den Prestigeauftrag gewonnen, das Spielfeld mit einer Asphaltdecke für die Rennstrecke zu überbauen. Nach dem Rennen trugen zwei Kaltfräsen das Material ab: Das berühmte Fußball-Stadion wurde wieder rückgebaut.

Ekström schlägt Schumacher

Der Veranstalter hatte Fahrer aus der Formel 1, dem Rallyesport, der amerikanischen NASCAR-Serie, dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans und dem Tourenwagensport eingeladen, darunter Mattias Ekström, den siebenfachen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher und die aktiven Fahrer David Coulthard, Jenson Button, Heikki Kovalainen und Sebastian Vettel. In einem nervenaufreibenden Finale über drei Runden schlug Ekström Schumacher. Der Schwede eroberte den Titel das zweite Jahr in Folge.

Ein ganz besonderes Projekt für die Rennstrecken-Profis

Im Auftrag der Veranstalter und Mitbegründer des Rennens, Fredrik Johnsson und Michèle Mouton, baute Conway die etwa 1 km lange, parallel laufende Strecke mit zwei Spuren, auf der die Fahrer in identischen Fahrzeugen gegeneinander fuhren. Ein 40 Mann starkes Team arbeitete mit Wirtgen Group Maschinen sechs Tage lang rund um die Uhr, bevor die Strecke am 30. November für die letzten Rennvorbereitungen übergeben wurde. Die Streckenpräparation erforderte viel Umsicht: Zunächst legte Conway an der Doppelspur 8.500 Aluminium-Schutzplatten auf dem gepflegten Wembley-Rasen aus und stellte 400 m Autobahn-Leitplanken an den Kurven der Strecke auf. Anschließend brachte das Team etwa 2.400 t aufbereitetes Fräsgut als Tragschicht für die beiden Fahrspuren auf, dieses wurde mit zwei Hamm- Walzen vom Typ HD 90 und DV 90 VV verdichtet. Zusätzlich kam eine Tandem-Vibrationswalze vom Typ HD 14 VV aus der brandneuen Compact Line zum Einsatz. Auf die Tragschicht bauten zwei Vögele Radfertiger vom Typ 1803-1 an die 1.140 t Asphaltbinderschicht und Deckschicht ein: „Unser Auftraggeber forderte eine ebene Oberfläche, die nicht zu viel Grip haben sollte“, erklärt Nick Burman, Conway Surfacing Director. „Wir setzen unsere hochwertigen Vögele Fertiger und Hamm Walzen ein, die wir normalerweise in London auf vollen, engen Straßen betreiben. Auch hier brauchen wir wendige Maschinen, die für großvolumige Produktion geeignet sind.“

Großfräsen auf der Überholspur

Nach dem Rennen kehrte Conway schon am frühen Morgen des 17. Dezember in das Stadion zurück: Ein Team von 16 Mitarbeitern arbeitete nun drei Tage rund um die Uhr, um die 4.400 t Asphalt wieder auszubauen und das Spielfeld in Top-Zustand an das Rasenteam des Stadions zu übergeben. Die wichtigsten Maschinen: Eine W 2000 und eine W 2100, die kontinuierlich eine Flotte von 30 Lkw mit 20 t Ladekapazität beluden. Beide Fräsen leisteten Akkordarbeit und entfernten in einem Übergang die beiden Binderschichten, die Verschleißschicht und die Tragschicht. Die Schichtdicken variierten zwischen 11 cm und maximal 30 cm. Jede der Hochleistungsfräsen belud in knapp 3 Minuten einen 20-t-Lkw. Gemäß der Firmenphilosophie – Conway erhielt letztes Jahr die Auszeichnung „National Award Winner for Legacy in Sustainability 2007“ – wurden die 4.400 t Fräsgut aufbereitet und wieder verwendet. „Unsere W 2000 und W 2100 sind die idealen Hochleistungsgeräte für diesen Auftrag“, fügt Burman hinzu. „Wir besitzen mehrere Wirtgen-Fräsen, die wir vor allem in London für Großprojekte einsetzen. Wir bauen damit Material aus und in derselben Arbeitsschicht wieder ein, um die Straße am Morgen für den Verkehr freizugeben.“ „Die Fräsen sind in dieser Hinsicht unschlagbar. Meine W 2000 ist wirklich eine tolle Maschine, sehr zuverlässig für diese Art von Arbeiten“, so Maschinenfahrer Dave Monk. „Sie hat große Lenkwinkel und ist sehr wendig, so dass sie auch an engen Stellen arbeiten kann.“

Schlüssel zum Erfolg

„Der Auftrag ist hervorragend gelaufen“, resümiert Clive Carter, Conway Projektmanager. „Entscheidend waren die sorgfältige Vorplanung und die eingesetzten Maschinen. Wir konnten das gesamte Material in einem Durchgang ausfräsen. Mit den Kehrmaschinen haben wir das wenige Restmaterial von den Aluminiumplatten entfernt und diese dann ausgebaut. So konnten wir das Spielfeld wieder „sauber“ an die Rasenspezialisten des Stadions übergeben.“

Die Baustelle: Wembley-Stadion, London

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