Die Gleitschalungsfertiger von Wirtgen stellen sich der Herausforderung

Die wachsende Hauptstadt Ulaanbaatar erhält in Kürze einen neuen Flughafen. Mit dem Bau des New Ulaanbataar International Airport, kurz NUBIA, sollen sich die Passagierzahlen um das Dreifache und das Frachtaufkommen um das Zehnfache erhöhen. Der hochleistungsfähige SP 1600 und der flexibel einsetzbare SP 500 von Wirtgen wurden ausgewählt, um unter Einhaltung des straffen Bauzeitenplans einen qualitativ hochwertigen Betoneinbau zu gewährleisten.

Panoramablick auf das NUBIA-Bauprojekt im August 2015: Der New Ulaanbaatar International Airport liegt rund 52 km von der Hauptstadt entfernt und erhält eine 3.600 m lange Start- und Landebahn der Kategorie 4E. Wegen des extremen Klimas entschied man sich für eine Bahn aus Beton.

Panoramablick auf das NUBIA-Bauprojekt im August 2015: Der New Ulaanbaatar International Airport liegt rund 52 km von der Hauptstadt entfernt und erhält eine 3.600 m lange Start- und Landebahn der Kategorie 4E. Wegen des extremen Klimas entschied man sich für eine Bahn aus Beton.

Ausbau des Flugverkehrs als Prämisse für weiteres Wachstum

Ulaanbaatar gilt als Drehscheibe für die boomende Wirtschaft und als Zentrum für die Expansion von Industrie und Handel. Zudem ist die Mongolei als weltweit zweitgrößter Binnenstaat auf einen leistungsfähigen Passagier- und Frachtflugverkehr angewiesen. Ein Ausbau sowie eine Erhöhung der Kapazitäten des bestehenden Dschingis Khan International Airport sind zwingend erforderlich. Der Flughafen wurde 1956 errichtet und in den Jahren 1987 und 1997 für den internationalen Flugverkehr ausgebaut.

Nach Ansicht von Projektleiter Enkhbat Navaantseden „weist der derzeitige Flughafen Mängel in punkto Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Betrieb auf, wie z.B. die aufgrund einer Längsneigung der Landebahn um 2,5 Prozent und der hohen Berge im Süden nur in eine Richtung bestehende Landemöglichkeit sowie die aufgrund der eingeschränkten Sicht und der starken Rauchentwicklung während der Heizperiode im Winter auftretenden Flugverspätungen und nicht zuletzt die mangelhafte Anordnung und Kapazität des Passagierterminals“ (Quelle: Projekt-Website www.nubia.mn).

Aus diesem Grund wird der neue Flughafen im Khushigiin Khundii Valley im Töw-Aimag angesiedelt, einer mongolischen Provinz, die nur 52 km von Ulaanbaatar entfernt ist. Der NUBIA liegt auf einer leicht zugänglichen, gebirgsfreien Hochebene, unmittelbar im Bereich der Ein- und Ausflugschneise.

Landebahn aus erstklassiger Betonqualität für extreme Klimaverhältnisse und Großraumflugzeuge

Für den Flughafen wurde eine langlebige 3.600 m lange Start- und Landebahn der Kategorie 4E geplant – und zwar aus Beton. Dies hat zur Folge, dass die Bahn besser für die rauen Wetterbedingungen des extremen Kontinentalklimas ausgelegt ist. Darüber hinaus kann dort künftig auch für Großraumflugzeuge wie die B747 oder den A340 eine Landegenehmigung erteilt werden.

Der neue Standort, das fortschrittliche Design und die technische Ausstattung, wie etwa ein 24-Stunden-Flugverkehr-Kontrollsystem für alle Wetterlagen tragen dazu bei, die Sicherheit und das Potential des Flughafens zu verbessern. Die geplante Jahreskapazität beträgt 3 Millionen Passagiere, das sind dreimal mehr als aktuell. Zudem soll das Frachtaufkommen im Vergleich zum heutigen Stand um das Zehnfache erhöht werden.

Keine Zeit verlieren: Der Hochleistungs-Gleitschalungsfertiger SP 1600 von Wirtgen war beim Einbau der zweilagigen, durchschnittlich 38 cm dicken Betondecke zumeist zwischen 19.00 Uhr abends und 6.00 Uhr morgens im Einsatz.

Keine Zeit verlieren: Der Hochleistungs-Gleitschalungsfertiger SP 1600 von Wirtgen war beim Einbau der zweilagigen, durchschnittlich 38 cm dicken Betondecke zumeist zwischen 19.00 Uhr abends und 6.00 Uhr morgens im Einsatz.

Zur Finanzierung des Flughafenprojekts hat die mongolische Regierung einen abgesicherten Darlehensvertrag mit 40 Jahren Laufzeit in Höhe von 65,6 Mrd. JPY (ca. 0,5 Mrd. Euro) mit der Japan Bank for International Cooperation unterzeichnet. Der Mitsubishi-Chiyoda Joint Venture (MCJV) erhielt den Zuschlag für die bautechnische Ausführung. Im Mai 2013 wurde der Generalübernehmervertrag zwischen MCJV und der mongolischen Zivilluftfahrtbehörde unterzeichnet. Im Mai 2014 wurde mit dem Betoneinbau begonnen. Sämtliche Bauleistungen wurden an den Haupt-Subunternehmer Samsung C&T vergeben, den Zuschlag für die Ausführung des Betoneinbaus erhielt der langjährige Wirtgen-Kunde Sungdo Construction aus Südkorea. Das koreanische Unternehmen ist auf den Bereich Gleitschalungsfertigung spezialisiert.

Dongin Park, Projektleiter von Samsung C & T für das NUBIA-Bauvorhaben, bringt die Herausforderungen beim Bau des Flughafens auf den Punkt: „Wir haben es hier mit einem extremen Kontinentalklima mit kurzen, heißen Sommern und langen, eisigen Wintern zu tun. Das verfügbare Zeitfenster für die Arbeiten beträgt daher nur 3 bis 4 Monate während der Sommerzeit. Durch den starken Wind aus der Wüste Gobi und die intensive Sonneneinstrahlung trocknet der Beton schnell aus. Daher musste der Betoneinbau mit dem SP 1600 größtenteils nachts ausgeführt werden.“

Hochwertiger Betoneinbau mit Hilfe der Wirtgen Gleitschalungsfertiger für die extremen Wetterbedingungen in der kältesten Hauptstadt der Welt.

Hochwertiger Betoneinbau mit Hilfe der Wirtgen Gleitschalungsfertiger für die extremen Wetterbedingungen in der kältesten Hauptstadt der Welt.

Hochleistungs-Betoneinbau mit höchster Präzision

Der SP 1600 ist das Flaggschiff unter den großen Gleitschalungsfertigern von Wirtgen. Er baut hochwertige Betondecken in einer Breite von bis zu 16 m ein. Der mit einem kompletten Zusatzmodul aufgerüstete SP 1600 ermöglicht einen hocheffizienten zweilagigen Einbau in nur einem Arbeitsgang. Für den neuen Flughafen erfolgt der Betoneinbau für die 45 m breite und 3.600 m lange Start- und Landebahn in mehreren Segmenten, wobei die Einbaubreite durchschnittlich 11,25 m und die Einbaudicke durchschnittlich 38 cm beträgt.

Bei der unteren Schicht handelt es sich um eine 27 cm dicke Zementbetondecke, gefolgt von einer zweiten Schicht aus 11 cm dickem Zementbeton. Der Einbau erfolgte unmittelbar „frisch in frisch“ nach der ersten Schicht, um einen möglichst guten Verbund zwischen Unter- und Oberbeton sicherzustellen. Als zusätzliche Verstärkung wurde zwischen den beiden Schichten ein Baustahlgewebe gemäß den technischen Vorgaben des für die Planung des Flughafens verantwortlichen japanischen Unternehmens „Azusa Sekkei and Oriental Consultants Joint Venture” verbaut. Bis zu 48 elektrische Rüttler sorgen mit hochfrequenten Schwingungen für eine optimale Materialverdichtung. Die vorgegebenen Funktionseigenschaften der Fahrbahnoberfläche werden durch den Einsatz der im SP 1600 integrierten Quer- und Längsglätter erreicht.

Der Einbau mit dem Wirtgen SP 1600 konnte nicht tagsüber erfolgen, weil die intensive Sonneneinstrahlung und der starke Wind aus der Wüste Gobi den Beton zu schnell austrocknen.

Der Einbau mit dem Wirtgen SP 1600 konnte nicht tagsüber erfolgen, weil die intensive Sonneneinstrahlung und der starke Wind aus der Wüste Gobi den Beton zu schnell austrocknen.

„Mit dem SP 1600 sparen wir jede Menge Zeit und Kosten: Anstatt 4 Fertiger vom Typ SP 500 zu verwenden, haben wir uns für den Einsatz eines einzigen SP 1600 entschieden, da wir in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit diesem Hochleistungs-Einbauzug gemacht haben. Die Herstellung der zweilagigen Betondecke mit nur einem Gerät spart Zeit. Die Gesamt-Materialkosten für den Betoneinbau belaufen sich auf rund 20 Mio. USD. Insgesamt verarbeiten wir etwa 135.000 m³ Beton für die Start- und Landebahn, die Rollwege und die Vorfelder”, so der kaufmännische Leiter Seunghwan Lee.

Für die leicht kurvigen Vorfelder sowie einige Rollbahnabschnitte setzen wir den SP 500 ein. Die wendige Maschine ist in der Lage, bis zu 5 angrenzende, parallel angeordnete Betondecken einzubauen. Die Einbaubreite des SP 500 beträgt 5,625 m. Insgesamt werden rund 50.000 m² Rollbahnflächen und 7.500 m² Vorfeldflächen mit dem SP 500 eingebaut.

Zuverlässiger Support durch Kundendienst sorgt für maximale Maschinenverfügbarkeit

Sungdo Construction hat mehrere Container mit Ersatz- und Verschleißteilen auf der abgelegenen Baustelle deponiert. Das regionale Kundendienst-Netzwerk der Wirtgen Group unterstützt das Bauvorhaben in mehrfacher Hinsicht: Falls zusätzliche Ersatzteile benötigt werden, können diese problemlos über die tägliche Direktverbindung zwischen Ulaanbaatar und dem südkoreanischen Flughafen Incheon eingeflogen werden. Wahlweise erfolgt die Lieferung der Ersatzteile über den lokalen Wirtgen-Vertragshändler Sambo Heavy Industries in Südkorea oder die Teile können direkt über das Wirtgen Stammwerk in Deutschland geordert werden. Da es vom Flughafen Berlin Tegel zweimal pro Woche eine Direktverbindung nach Ulaanbaatar gibt, ist die rechtzeitige Verfügbarkeit bestimmter Ersatzteile auch im Ernstfall gewährleistet. Zudem können die Servicetechniker von Wirtgen China und dem Wirtgen Stammwerk in Deutschland bei Bedarf innerhalb von 24 Stunden vor Ort sein.

Mit vereinten Kräften auf der Baustelle: Das technische und kaufmännische Projektteam von Samsung C&T realisiert die Bauausführung gemeinsam mit dem auf Gleitschalungsfertigung spezialisierten südkoreanischen Subunternehmer Sungdo Construction.

Mit vereinten Kräften auf der Baustelle: Das technische und kaufmännische Projektteam von Samsung C&T realisiert die Bauausführung gemeinsam mit dem auf Gleitschalungsfertigung spezialisierten südkoreanischen Subunternehmer Sungdo Construction.

Medien Presse

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Tel. +49 2645 131 128
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