Wenn die Großfräse über sich hinaus wächst

Wirtgen Hochleistungsfräse W 250 mit XXL-Fräsaggregat

Bei der Sanierung von Autobahnen, Flugplätzen und anderen großen Flächen fordern die Auftraggeber maximale Fräsleistungen. Für solche Aufgaben hat Wirtgen die Hochleistungsfräse W 250 und XXL-Fräsaggregate mit bis zu 4,40 m Fräsbreite entwickelt. Die bayerische Kutter GmbH & Co. KG nutzt ein solches Kraftpaket und erzielt damit Top-Qualität bei höchster Wirtschaftlichkeit.

Fräsen unter Zeitdruck ist heute Alltag, und das Tempo der Bauausführung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Fräsdienstleister. Genau deshalb nutzen die Memminger Frässpezialisten von Kutter seit Sommer 2011 eine Wirtgen-Fräse W 250 mit einem 3,80 m breiten XXL-Fräsaggregat.

Weniger manövrieren, mehr fräsen

Bernd Holl, Produktmanager Kaltfräsen bei Wirtgen ergänzt: „Die W 250 mit 3,80 m Fräsbreite setzt die Motorleistung von fast 1.000 PS sehr effizient in Fräsleistung um. In den USA arbeiten bereits viele solcher XXL-Fräsaggregate. Umso mehr freut uns, dass unser größter deutscher Kunde Kutter nun ebenfalls ein solches Aggregat einsetzt.“

Wirtgen bietet die XXL-Aggregate in mehreren Fräsbreiten zwischen 2,50 m und 4,40 m an. Kutter entschied sich für die 3,80 m-Variante, denn „damit fräsen wir eine typische deutsche Fahrspur in einem Arbeitsgang“, so Roland Schmid, und fügt hinzu: „Wir erleben beim Einsatz der XXL-Fräse eine beachtliche Prozessbeschleunigung. Ein Grund ist der reduzierte Koordinationsaufwand durch die geringere Zahl an Maschinen. Dazu kommt die Zeitersparnis durch weniger Rückwärtsfahrten. Das macht sich bei zeitkritischen Nachteinsätzen oder zeitlich limitierten Baustellen auf Flughäfen bezahlt.“

Mit der 3,80 m breiten Walze in der W 250 steigern wir die Fräsleistung der Maschine beachtlich, denn sie bietet gut 70% mehr an Fräsbreite als die Standardmaschine. Darum müssen wir wesentlich seltener wenden und rangieren.
Roland Schmid, Leiter der Fräsabteilung bei Kutter

Ideal für Deckschichtsanierung und lagenweises Fräsen

Optimale Ergebnisse erzielen die Mammut-Aggregate beim Fräsen von Schichten bis 10 cm Dicke. Damit eignen sie sich ideal für die Sanierung von Deckschichten. Entsprechend ist beim Vollausbau das lagenweise Fräsen die wirtschaftlichste Methode. Schnell ist das Verfahren außerdem; immerhin vefügt das Wirtgen-Flaggschiff über 731 kW Motorleistung.

Einmal hin, einmal zurück – fertig! Dank der großen Arbeitsbreite von 3,80 m fräste Kutter die Deckschicht auf einer bayerischen Landstraße mit der W 250 von Wirtgen in Rekordzeit.

Beim Deckschichtausbau erzeugt die Maschine bei 4 cm Frästiefe und Geschwindigkeiten von ca. 20 m/min ein sehr gutes Fräsbild. Vergleichbare Leistungen erreicht man mit einem 2,20 m-Aggregat nur bei Fräsgeschwindigkeiten weit über 30 m/min. Das geht allerdings einher mit Einbußen bei der Qualität der Fräsfläche.
Bernd Holl, Produktmanager Kaltfräsen, Wirtgen GmbH

Die Erfahrungen von Kutter bestätigen dies: Beim Deckschichtfräsen auf einer Landstraße im bayerischen Hofstetten wurden auf knapp 3 km satte 18 m/min Vorschub gemessen. Das Fräsbild und die Ebenheit waren trotz des großen Vorschubes tadellos, denn insbesondere dank der enormen Fräsbreite erzielen die XXL-Fräsen eine unübertroffene Ebenheit.

Unkompliziert in Handhabung und Transport

In der Handhabung sind die XXL-Kaltfräsen ausgesprochen unkompliziert. Und die Bedienung ist wie bei allen Wirtgen-Fräsen höchst benutzerfreundlich.

Stellt sich noch die Frage, wie eine so breite Maschine zum Einsatzort gelangt. Wirtgen bietet hierfür eine clevere Lösung an: den Montagewagen WT 440, auf dem das Fräsaggregat per Tieflader zur Baustelle transportiert wird. Bei 3,80 m Fräsbreite wiegt der Wagen mit dem Aggregat rund 20 t, Breite und Höhe der Einheit bleiben unter 3 m.

Die Maschine kommt ohne Fräsaggregat mit rund 35 t Gewicht zur Baustelle. Für die Montage bewegt man den selbstfahrenden WT 440 per Fernbedienung vom Tieflader unter die Maschine.

Aus 2 mach 1: Das XXL-Fräsaggregat kommt auf dem selbstfahrenden Montagewagen WT 440 von Wirtgen per Fernbedienung zur Kaltfräse. Ohne Kran oder andere aufwändige Hilfsmittel ist die Maschine nach knapp zwei Stunden einsatzbereit.

„Die Verschraubung, den Anschluss an die Hydraulik und das Auflegen des Kraftriemens erledigen unsere Mitarbeiter zu zweit in knapp zwei Stunden“, so die Erfahrungen der Disponenten bei Kutter, denen diese Lösung ein hohes Maß an Flexibilität bei der Baustellenorganisation und der Maschinenplanung verschafft.

Im WIRTGEN Stammwerk im rheinland-pfälzischen Windhagen entstehen markt- und technologieführende Produkte für die beiden Geschäftsfelder Road und Mineral Technologies. Mit innovativen, leistungsstarken und wirtschaftlichen Produkten und Technologien für das Kaltfräsen, die Bodenstabilisierung, das Kalt- und Heißrecycling, den Betoneinbau und das Surface Mining ist WIRTGEN Weltmarktführer im Straßenbau, der Straßeninstandsetzung sowie in der Gewinnung von Naturstein und Nutzmineralien.

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