Wirtgen Großfräse bewährt sich im Baustellenalltag

Die W 210 liefert optimale Ergebnisse sowohl bei großflächigen Fräsarbeiten im dichten Innenstadtverkehr von San Francisco als auch beim Ausheben von tiefen Gräben.

ABSL Construction, ein US-amerikanischer Generalunternehmer mit Sitz in der San Francisco Bay Area, hat gleich zwei der flexiblen Wirtgen Großfräsen in seinem Maschinenpark. Während die W 210 in San Francisco Stadt montags über die volle Breite von 2 Metern auf 5 cm Höhe abfräst, kann sie dienstags in der Nähe der Stanford University auf 2,75 m Breite einen 23 cm tiefen Graben für Versorgungsreparaturen ausfräsen.

Neben den flexiblen Einsatzmöglichkeiten schätzen Quinto Allende und sein Groundman Carl Williams von ABSL die W 210 wegen ihrer neuen, intelligenten Features.

Zeit und Kosten sparen dank der intelligenten Maschinenfeatures

PTS – Parallel To Surface

Das von Wirtgen entwickelte PTS garantiert die exakte Einhaltung der Arbeitstiefe bei größtmöglicher Bedienerentlastung und übernimmt automatisch die dynamische Maschinenausrichtung parallel zur Fahrbahnoberfläche.

Das PTS (Parallel To Surface)-System hält das Schneidwerk automatisch eben, wenn die W 210 sich über Kanaldeckel bewegt.

Vorder- und Hinterfahrwerk senken sich gleichmäßig parallel ab. Zudem gleicht die 4-fach-Pendelachse als Teil von PTS Unebenheiten auf der linken und rechten Seite schnell aus, sie übernimmt also die automatische Maschinenausrichtung quer zur Fahrtrichtung. PTS beinhaltet ebenso eine unterstützende Automatikfunktion zum Ansetzen auf Soll-Frästiefe.

„Und wenn man die Fräsarbeiten beendet, schaltet man die Automatik aus, drückt einen Knopf und die Maschine hebt sich ganz von alleine aus der Fräsfläche. Ein Thema weniger, an das der Maschinenfahrer denken muss“, freut sich Allende.

Dual Engine Concept

Das Dual Engine Concept beruht auf der Erkenntnis, dass der Motor auf jeder Baustelle sehr unterschiedliche Leistungsanforderungen erfüllen muss, je nach Art des zu fräsenden Materials und abhängig von der Frästiefe. Durch den Einsatz von zwei Dieselmotoren wird die Antriebsleistung bei der W 210 sinnvoll aufgeteilt: der erste Motor verfügt über 276 kW/375 PS und der zweite Motor über 224 kW/305 PS. So ist bei geringeren Anforderungen wie Transportfahrten oder Stillstandzeiten nur ein Motor eingeschaltet. Bei höheren Leistungsanforderungen wird der zweite Motor zugeschaltet und es findet eine digitale Synchronisierung der beiden Motoren statt.

Da es zudem möglich ist, beide Dieselmotoren im Fräsbetrieb in der Eco-Drehzahl, d.h. 1.600 1/min, zu betreiben, ergibt sich dadurch auch bei voller Belastung eine enorme Kraftstoffeinsparung. Das Ergebnis des neuen Antriebskonzeptes ist eine durchschnittliche Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs von mehr als 25 % pro gefrästen Kubikmeter Asphalt im Jahresmittel.

Und Quinto Allende hat noch einen weiteren Vorteil identifiziert: „Die W 210 hat zwei Motoren und damit viel mehr Power. Sie überhitzt nicht und kann stundenlang ohne Probleme arbeiten.“

Level Pro

Die Wirtgen Nivellierautomatik Level pro sorgt für höchste Ebenheit. „Gehirn“ des Systems ist der Level Pro-Regler. Er wertet die Daten der Sensoren aus, steuert die Höhenverstellung der Maschine und überträgt die Daten an das Bedienpanel. Level Pro stellt damit konstant gute Fräsergebnisse sicher und entlastet den Maschinenfahrer.

Wir halten das Wirtgen Level Pro System für sehr bedienerfreundlich.
Quinto Allende, ABSL Construction

VCS - Vacuum Cutting System

ABSL Construction hat seine Maschinen zusätzlich mit dem optionalen Vacuum Cutting System zur Absaugung feiner Materialpartikel ausgestattet. Diese von Wirtgen entwickelte Absauganlage für Kaltfräsen ist einmalig auf dem Markt. Sie saugt die beim Fräsprozess entstehenden feinen Materialpartikel in den kurzen Bandkanal der Fräse und übergibt sie durch zwei Schläuche zum langen Band.

Ein hydraulisch angetriebener Radiallüfter auf dem Ladeband verstärkt diesen Prozess und sorgt gleichzeitig für Unterdruck im Fräswalzenaggregat. Zusätzliches Wasser an dieser Stelle bindet die meisten Partikel. Schließlich werden die im Wasser gebundenen Partikel wieder dem Materialfluss zugeführt und gelangen weitestgehend bei der Verladung mit dem Fräsgut auf den LKW. Dies führt zu freierer Sicht der Maschinenführer auf die Fräskante und eine messbar geringere Motorverschmutzung durch die auftretenden freien Partikel.

Darüber hinaus sind durch die geringere Staubentwicklung auch anspruchsvolle Einsätze möglich, wie Quinto Allende erklärt.

„Es gibt Aufgaben, wo man wirklich die Staubentwicklung minimieren will, zum Beispiel bei unseren Arbeiten auf dem San Francisco International Airport. Die Staubentwicklung soll gering sein, um die Sichtverhältnisse nicht zu beeinträchtigen. Aber gleichzeitig sollen wir nicht viel Wasser benutzen, weil während der gleichen Schicht noch der Asphalt aufgebracht werden soll. Das VCS fängt einen Großteil des Feinmaterials ab und ist deshalb ein ideales System für solch eine Aufgabe“.

Wenn irgendetwas nicht richtig läuft, zeigt die W 210 genau, wo das Problem liegt.
Quinto Allende, Fräsenfahrer bei ABSL Construction

Automatische Fehlerdiagnose dank Onboard Elektronik und WIDIAG

Das selbst entwickelte Diagnosesystem mit multifunktionalem Steuerungsdisplay zur Überwachung der gesamten Maschine stellt Betriebszustände und Wartungsdaten übersichtlich dar. Die automatische Selbstdiagnose der Maschine überwacht selbsttätig Ventile, Sensoren und Steuerungskomponenten. Bei der Fehlerbehebung dient dann WIDIAG, das Servicediagnose-System der Wirtgen Group, als Dolmetscher zwischen Maschine und Mensch und vereinfacht den Diagnoseprozess signifikant.

Intuitive Bedienung

„Einsteigen und losfräsen –- schon nach kürzester Zeit bedient man die W 210 so intuitiv wie ein Profi“, meint Allende. Kein Wunder: Der Bediener muss sich nur mit wenigen Bedienelementen vertraut machen, da die Maschinensteuerung WIDRIVE zahlreiche Funktionen automatisch erledigt. Die sinnvoll gruppierten Bedienelemente mit sprachneutraler Symbolik liegen optimal in der Hand. Zudem ist der Bediener dank des übersichtlichen, farbigen Steuerungsdisplays stets genau über alle wichtigen Maschinenzustände und Betriebsdaten informiert.

Quinto Allende bringt das Wesentliche auf den Punkt: „Das Bedienpanel ist auch viel einfacher. Innerhalb weniger Stunden kann ein Mitarbeiter mit minimaler Erfahrung die Maschine bedienen. Das zeigt, wie intuitiv die Bedienung erlernt werden kann“.

Mit der W 210 kann ich problemlos völlig unterschiedliche Aufträge realisieren.
Quinto Allende, Fräsenfahrer bei ABSL Construction

Im WIRTGEN Stammwerk im rheinland-pfälzischen Windhagen entstehen markt- und technologieführende Produkte für die beiden Geschäftsfelder Road und Mineral Technologies. Mit innovativen, leistungsstarken und wirtschaftlichen Produkten und Technologien für das Kaltfräsen, die Bodenstabilisierung, das Kalt- und Heißrecycling, den Betoneinbau und das Surface Mining ist WIRTGEN Weltmarktführer im Straßenbau, der Straßeninstandsetzung sowie in der Gewinnung von Naturstein und Nutzmineralien.

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