Erfolgsgeschichte seit 1961

Zukunft aus Tradition

Im November 1961 beginnt eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte. Der erst 20-jährige Reinhard Wirtgen macht sich mit nur einem Lkw als Fuhrunternehmer selbständig. Es ist die Geburtsstunde der WIRTGEN GmbH.

Heute hat sich der Ein-Mann-Betrieb von damals zu einem international renommierten Baumaschinenspezialisten entwickelt, der gleichzeitig eine zentrale Säule der WIRTGEN GROUP bildet.

Unternehmensgründer Reinhard Wirtgen

Unternehmensgründer Reinhard Wirtgen

Leidenschaft für Straßenbau und Mining, Know-how und Erfahrung durch Pioniergeist sowie Innovationskraft, immer wieder passende Lösungen für Kunden zu entwickeln, prägen die Geschichte der WIRTGEN GmbH. Sukzessive erweiterte das Familienunternehmen sein Produktprogramm und vollzog damit den Schritt vom reinen Dienstleistungsunternehmen zum Baumaschinenhersteller und weltweiten Markführer bei Fräsen, Recyclern und Bodenstabilisierern sowie Surface Minern.

Pioniergeist – die Sechziger

Aller Anfang ist schwer, doch nach ersten Erfolgen kann der ehrgeizige Pionier schon bald auf ein zuverlässiges Team bauen. Mit großer Leidenschaft unterstützen ihn seine 10 Mitarbeiter, sie teilen seine Visionen: top Maschinen, innovative Technologien und erstklassige Serviceleistungen für den Straßenbau. Seine Kunden schenken ihm ihr Vertrauen, der WIRTGEN Weg hinterlässt seine ersten Spuren.

  • Gründung der WIRTGEN GmbH als Dienstleistungsunternehmen
  • Einsatz von selbstentwickelten Betonzertrümmerern im Straßenbau

Revolution auf der Straße – die Siebziger

Es folgen erste Erfolge mit einem Betonzertrümmerer, beharrliche Tüftelarbeit und die Suche nach immer neuen Lösungen. Anfang der 70er bringt „ein modernes Ungetüm selbst Steine zum Erweichen“, so die Schlagzeile in einer Tageszeitung – die Straßenfräse ist geboren. Das Fräsen wird als Standardverfahren in die Ausschreibungen aufgenommen und ist schnell in der Straßensanierung anerkannt. Nach den Heißfräsen kennzeichnen Kaltfräsen die nächste Entwicklungsstufe, denn sie fräsen Ende der 70er den Asphalt erstmals ohne vorheriges Erwärmen. Doch das reicht dem Unternehmensgründer nicht. Er suchte nach einer Möglichkeit, die Deckschichten vollständig zu sanieren. Dafür sollte der schadhafte Straßenbelag an Ort und Stelle wieder verwendet werden. Das Heißrecycling bzw. später das Kaltrecycling sorgten für Aufsehen in der Branche. Dank des modernen, umweltfreundlichen Verfahrens arbeiten Straßenbauunternehmen extrem wirtschaftlich.

WIRTGEN Technologien waren gefragt – in Deutschland und über die Grenzen hinaus. Mit der Gründung eigener Niederlassungen in Europa begann in dieser Zeit auch die Internationalisierung des mittelständischen Unternehmens. Maschineneinsätze in Übersee – USA, Brasilien, China, Indien – waren an der Tagesordnung.

  • Ausbau der eigenen Fräsenflotte
  • Das Kaltfräsen wird als Standardverfahren in die Ausschreibungen bei der Straßensanierung aufgenommen, gleichzeitig das Heißrecycling als zweites Sanierungsverfahren entwickelt
  • Gründung erster internationaler Niederlassungen in Europa

Neue Lösungen, neues Geschäftsfeld – die Achtziger

Zu Beginn der 80er hat sich WIRTGEN als Weltmarktführer für Straßenfräsen etabliert. Das Ziel, Kunden für jede Anwendung die individuell passende Lösung zu bieten, blieb. Und die Anfragen nahmen stetig zu, neue Herausforderungen waren das Salz in der Suppe. Mitte der achtziger Jahre besaß der Baumaschinenspezialist ein in der Branche einzigartiges Maschinenprogramm, die Fräs- und Schneidtechnologie waren schon damals eine WIRTGEN Kernkompetenz.

Mit diesem Know-how und jahrelanger Erfahrung war der Schritt in ein neues Anwendungsgebiet die beinahe logische Konsequenz. Und so hieß es plötzlich: Eine „Fräse“, die Berge schneiden kann. WIRTGEN ging in den Tagebau. Mit den so genannten Surface Minern konnten Minenbetreiber große Mengen an Nutzmineralien gewinnen – und das selektiv und sehr wirtschaftlich. Damit gab es jetzt eine Alternative zum herkömmlichen Abbauverfahren Bohren und Sprengen. Mehr noch: Die Surface Mining Technologie setzte sich in den folgenden Jahrzehnten mehr und mehr durch. Heute ist das Surface Mining im Tagebau nicht mehr wegzudenken. Wirtgen ist als anerkannter Anwendungsspezialist auch hier führend.

Die Produktpalette war damit Ende der 80er nochmals gewachsen. Doch damit nicht genug. Bisher hatte sich WIRTGEN auf die Sanierung von Asphaltstraßen konzentriert. Mit der Übernahme der Produktlinie Gleitschalungsfertiger eines belgischen Unternehmens wurden fortan auch Betonstraßen und monolithische Profile gebaut, das Anwendungsspektrum dadurch nochmals erweitert.

  • WIRTGEN trennt sich von der Dienstleistung und konzentriert sich auf die Produktion von Baumaschinen
  • Systematische Erweiterung der Produktpalette auf vier professionelle Produktsparten und Technologien: Fräsen, Kaltrecycling und Bodenstabilisierung, Betoneinbau und Surface Mining. Mit den Surface Minern bietet WIRTGEN erstmals neben dem Straßenbau auch Lösungen im Tagebau und für die Trassierung im Hartgestein
  • Aufbau des internationalen Vertriebs und Service

Familienzuwachs und Ausbau von Vertrieb und Service – die Neunziger

Mitte der 90er war WIRTGEN mit den Sparten Straßenfräsen, Kalt- und Heißrecycler sowie Bodenstabilisierer, Gleitschalungsfertiger und Surface Miner bereits ein international bedeutender Baumaschinenhersteller. Schon Reinhard Wirtgen hatte den Plan verfolgt, das Unternehmen zu einem Komplettanbieter von mobilen Straßenbaumaschinen für den Neubau und die Instandsetzung von Straßen weiterzuentwickeln. Diese Vision setzten Jürgen Wirtgen und Stefan Wirtgen um, nachdem sie 1997 die Unternehmensleitung übernahmen.

Dazu schlossen sie ihr Unternehmen sukzessive mit den renommierten Herstellern Joseph VÖGELE AG und HAMM AG zur WIRTGEN GROUP zusammen. Dieser Unternehmensverbund brachte einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, denn bisher gab es weltweit nur wenige Komplettanbieter von mobilen Straßenbaumaschinen.

Bereits in den 80er Jahren Jahre hatte WIRTGEN in den Ausbau von Vertrieb und Service investiert, um den gestiegenen Anforderungen weltweit optimal zu begegnen. Mit dem Zusammenschluss zur WIRTGEN GROUP wurden diese Bemühungen noch einmal intensiviert. Niederlassungen auf jedem Kontinent entstanden, das Händlernetz vergrößerte sich zunehmend. Auch der umfassende Service, den die Kunden ganz besonders schätzen, wurde um viele Leistungen reicher. Durch die weltweiten Dependancen war WIRTGEN jetzt noch schneller vor Ort, um Hilfestellung zu leisten. Die Kombination aus individuellen Maschinenlösungen und gelebter Kundennähe eröffnete WIRTGEN neue Märkte auf der ganzen Welt.

  • Durch die Zusammenführung von WIRTGEN, VÖGELE und HAMM entsteht die WIRTGEN GROUP. Das Spektrum an mobilen Maschinen für Straßenbau und -instandsetzung wird damit deutlich erweitert
  • Ausbau der drei deutschen Stammwerke und des weltweiten Vertriebs- und Servicenetzwerks

Neues Potenzial – die 2000er

Das neue Jahrtausend steht ganz im Zeichen innovativer Maschinen und modernster Verfahrenstechnologien. WIRTGEN konzentriert sich darauf, die führende Stellung beim Fräsen, Kaltrecycling und Mining auszubauen und neue Marktanteile im Betoneinbau zu gewinnen. So erweitert WIRTGEN das Produktprogramm an Kaltfräsen um eine komplett neue Kleinfräsengeneration. Gleichzeitig heben modernste Maschinentechnik und innovative Features bei den Klein- und Großfräsen das Kaltfräsen auf eine neue Stufe.

In dieser Innovationsphase baut WIRTGEN auch die Produktsparte der Recycler und Bodenstabilisierer kontinuierlich für Kaltrecycling-Anwendungen in-situ oder in-plant aus. Mit den Neuentwicklungen gelang es bis 2005, die marktführende Position in diesem Segment zu stärken — angefangen von der mobilen Kaltrecycling-Mischanlage bis zu den rad- und kettengeführten Recyclern sowie den radgeführten Bodenstabilisierern. Analog dazu rundet WIRTGEN auch die Produktpalette der Gleitschalungsfertiger für den Betoneinbau ab.

Mit dem neuen 4200 SM entwickelt WIRTGEN das leistungsstärkste Gerät in der Surface Mining Sparte und unterstreicht damit die seit Jahrzehnten bestehende Mining-Kompetenz. Von der anfänglichen Nischentechnologie entwickelt sich das Surface Mining vielerorts zur Hauptgewinnungsmethode von Nutzmineralien.

Parallel dazu investiert die WIRTGEN GmbH weiter in den Standort Windhagen. Es entstehen ein neues Montagewerk, ein Werk für Sondermaschinen, ein neuer Verwaltungstrakt und noch weitere Infrastrukturmaßnahmen werden umgesetzt.

Zwischen 2006 und 2010 setzen Jürgen Wirtgen und Stefan Wirtgen ihre Wachstumsstrategie fort. Um neben dem Straßenbau auch zukünftig weiteres Potenzial zu erschließen, vollzieht die WIRTGEN GROUP den Schritt auf den Markt für die Materialaufbereitung. Es werden die zwei Geschäftsfelder „Road Technologies“ und „Mineral Technologies“ geschaffen.

Der Aufbau des zweiten Geschäftsfelds beginnt 2006 mit der Integration der KLEEMANN GmbH, eines traditionsreichen deutschen Herstellers von mobilen Aufbereitungsanlagen. Durch die sukzessive Eingliederung von KLEEMANN in das weltweite Vertriebs- und Servicenetz der WIRTGEN GROUP sowie den Neubau des Stammwerks in Göppingen kann die WIRTGEN GROUP bis 2010 den Geschäftsbereich „Mineral Technologies“ stärken und solide für die Zukunft aufstellen.

  • Übergang zur systematischen Baureihenkonstruktion bei den Kleinfräsen
  • Erweiterung des Produktprogramms in allen vier Sparten und Implementierung innovativer Maschinenfeatures
  • Ausbau des Standortes Windhagen
  • Integration von KLEEMANN in die WIRTGEN GROUP und Schaffung der Geschäftsfelder „Road Technologies“ und „Mineral Technologies“

Innovationen in Serie – die 2010er

Auch das zweite Jahrzehnt des neuen Jahrtausends ist bei WIRTGEN von vielfältigen Innovationen gekennzeichnet. Ob es die neue Generation an Großfräsen ist, die neue Serie der Recycler und Bodenstabilisierer oder die brandneuen Betonfertiger – sie alle bestechen durch Features, die Kunden den entscheidenden Mehrwert auf der Baustelle und in der Mine liefern.

Denn unsere Innovationen entstehen im engen Dialog mit dem Kunden und sind das Ergebnis der Anforderungen aus dem Feld. Dank der breiten Produktpalette bietet WIRTGEN Lösungen bei Baumaschinen und Mining Equipment für die unterschiedlichsten Anwendungen. Mit den führenden Technologien und Anwendungsverfahren können Kunden ihre Aufträge wirtschaftlich und mit höchster Qualität durchführen.

Mehr noch: Durch den großen Erfahrungsschatz der WIRTGEN Anwendungsexperten und das Know-how des führenden Baumaschinenherstellers haben unsere Kunden jederzeit einen starken Partner an ihrer Seite – angefangen von der Anwendungsberatung über den technischen Support direkt auf der Baustelle oder den Werkstatt-Service bis hin zur zuverlässigen Versorgung mit Originalersatz- und Verschleißteilen.

WIRTGEN steht für Lösung, Erfahrung, Zuverlässigkeit und Leidenschaft. Zusammen mit dem jahrzehntelangen Know-how bilden diese Unternehmenswerte die Grundlage für die Innovationskraft, mit der WIRTGEN auch in Zukunft passgenaue Lösungen für Kunden entwickelt. Denn erst wenn der Kunde zufrieden ist, sind auch wir es.

  • Erweiterung des Produktprogramms in allen vier Sparten und Implementierung innovativer Maschinenfeatures
  • bauma Innovationspreis 2013 für den AutoPilot Field Rover
  • iF Product Design Award 2013 für den Recycler und Bodenstabilisierer WR 240
  • Neue Generation an Klein- und Kompaktfräsen für mehr Leistung, höhere Produktivität und maximalen Bedienkomfort
  • Innovation S-Pack: integriertes Streumodul für WIRTGEN Bodenstabilisierer und Kaltrecycler

Weitere Informationen über die Geschichte der WIRTGEN GROUP finden Sie hier.

Historie unserer Technologien

Meilensteine der einzelnen Produktsparten

Im WIRTGEN Stammwerk im rheinland-pfälzischen Windhagen entstehen markt- und technologieführende Produkte für die beiden Geschäftsfelder Road und Mineral Technologies. Mit innovativen, leistungsstarken und wirtschaftlichen Produkten und Technologien für das Kaltfräsen, die Bodenstabilisierung, das Kalt- und Heißrecycling, den Betoneinbau und das Surface Mining ist WIRTGEN Weltmarktführer im Straßenbau, der Straßeninstandsetzung sowie in der Gewinnung von Naturstein und Nutzmineralien.

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